Kyusho Jitsu

Beim Kyusho Jitsu werden Nervenpunkte im gegnerischen Körper manipuliert um diesen zu beeinträchtigen. Diese Beeinträchtigungen zeigen sich in Kraftverlust, Koordinationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Bewusstseinsstörungen. Die dabei verwendeten Nervenpunkte sind die Gleichen, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin, genauer gesagt, Akupunktur und Akupressur stimuliert werden, jedoch auf andere Art und Weise. Daher gehört die Kenntnis der menschlichen Anatomie, Kenntnisse der TCM und der westlichen Neurologie als wichtiger Grundpfeiler zum Studium des Kyusho Jitsu.

Das Kyusho Jitsu war früher wichtiger Bestandteil aller traditionellen asiatischen Kampfkünste. Durch die "Versportlichung der Kampfkünste" ging das Wissen verloren. Fast ausnahmslos wurde das Wissen des Kyusho Jitsu damals "im Geheimen" vom Meister zum Meisterschüler vermittelt. Für den einfachen Schüler wurde die technische Ausführung des KJ in den Bewegungen der Kata "codiert". So erlernt der Schüler über Jahre eine Kata, übt die darin enthaltenen Bewegungen und Techniken und erst durch jahrelanges Praktizieren entdeckt der Schüler, dass diese scheinbar nur aus Drehungen, Tritten und Schlägen bestehenden Kata eine tiefere Bedeutung hat. Aus Tritten und Schlägen werden nun komplexere Bewegungen mit Hebeln und Würfen, Greifen, Reiben und Drücken der Nervenpunkte. Aus dem "Schattenboxen" wird eine effektive Selbstverteidigung, die ohne erheblichen Kraftaufwand ganz gezielt einen Gegner ausser Gefecht setzen kann. Dies macht Kyusho Jitsu für das Kun-Tai-Ko so wertvoll.

Heutzutage findet die Lehre nicht mehr im Geheimen statt. Von Anfang an wird der Schüler bei "Kun-Tai-Ko Nordeifel" beim Üben seiner Kun-Tai-Ko Kata begleitet und erfährt unmittelbar die tiefere Bedeutung, indem die erlernten Techniken im Selbstverteidigungsprogramm zur nächsten Prüfung angewendet werden.

Wir lehren das Wissen des Kyusho Jitsu nach den Vorgaben von Großmeister George Dillmann, USA. und seinem Verband "Dillman Karate International", in Deutschland repräsentiert durch "Kyusho Jitsu Germany". 

"Kun-Tai-Ko Nordeifel e.V." war´die erste Kampfkunstschule der Verbände WKBA und KIAB, die Kyusho Jitsu und Kun-Tai-Ko als Einheit lehrte.


Shihan Gebhard Lämmle (in Memoriam)
Gründer der "Kyusho-Jitsu Organisation Germany KJOG"

"Die Bemühungen beginnen damit, dass man zuerst die Bewegungen der Kata völlig erlernt, dann ihren Sinn versteht und danach studiert, wie man mit ihnen kämpft.
Während zuerst das Verständnis für die Bewegungen in der Kata auf einem intellektuellen Niveau stattfindet, sollte man darauf abzielen, dieses unbedingt in das Training, das Bunkai und damit in das Unterbewusstsein zu integrieren. Das sind der Hauptzweck und der Sinn der Ausübung der Kata und dem Bunkai.
Mit dem Wissen und dem Ausführen der äußeren Kata Anwendungen und dem Wissen und Verstehen des Kyusho-Jitsu gibt uns eine Kata in der Anwendung so viele Möglichkeiten und ein unerschöpfliches Versorgungsmaterial an Kampfkunst - Wissen.
Hat man diese Prinzipien verstanden und ist dieses hohe Niveau erreicht, handelt der Körper instinktiv in Übereinstimmung mit diesen Konzepten dieser extrem variablen und sehr gebildeten Kämpfer, welche die Kata entwickelten, notierten, um das Wissen für die Nachwelt zu bewahren
Es wird langsam deutlicher und verständlich, warum die alten Meister schätzten, mehr als eine Lebenszeit zu brauchen, um eine einzelne Kata völlig zu verstehen.
"

Gebhard Lämmle und George Dillman (links)

* 01.05.1959 +01.01.2011


7.Dan Zendoryu-Karate

6.Dan Kyusho Combat System

4. Dan Kyusho Jitsu

und einige weitere hochrangige Budo-Graduierungen


Seine Botschaft des Kyusho-Jitsu:

Das „Alte suchen“, um das Neue zu verstehen!